Song of the Week
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Song der Woche: Oasis – Fade Away (1994)

Wir schreiben das Jahr 2002. Mein Vater kauft sich das Album Heathen Chemistry von einer britischen Band namens Oasis. Was für ihn schnell zum Staubfänger im heimatlichen dänischen Regalsystem mutiert, wird für mich ein Meilenstein in meiner musikalischen Entwicklung. Von dort aus dauert es zwar noch einige Jahre bis ich auch die musikalischen Glanzstücke der Jungs aus Manchester auf Definitely Maybe und (What’s the Story) Morning Glory entdecke. Doch ich kann wohl behaupten, dass Noel Gallagher einen beachtlichen Teil des Soundtracks meines Lebens schrieb und Oasis zweifelsohne meine absolute Lieblingsband ist.

Dieses Jahr war es endlich so weit und ich konnte zumindest einen Teil des ebenso berühmten, wie berüchtigten Brüderpaars live bewundern. Noel gab mitsamt seiner High Flying Birds seine Stücke in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle zum Besten. Auch wenn ich knapp drei Wochen vorher am Kreuzband operiert wurde und schon am Eingang einen der Security-Mitarbeiter „Du glaubst nicht, was ich hier gerade gesehen habe. Hier ist einer mit Krücken rein.“ zu seinen Kollegen funken gehört habe, lies ich mir dieses Highlight natürlich nicht entgehen. Auch wenn Noel mit seinem neuen Album mal wieder ein Meisterstück gelungen ist, so waren es doch die Oasis-Klassiker, die in Erinnerung blieben. Don’t Look Back in Anger, Champagne Supernova oder Fade Away brachten die Massen zum mit grölen. (auch noch Stunden nach dem Konzert) Letztgenannter Song schaffte es in dieser Woche auf die Nummer Eins meiner Playlist.

Fade Away kam ursprünglich als eher punkige Version mit Liam als Sänger auf der B-Seite von Cigarrettes & Alcohol raus. Circa ein Jahr später wurde auf dem Help Album, ein Projekt der NGO War Child eine akustische Version mit Noel an den Vocals herausgebracht. Unterstützt wurden die Jungs aus Manchester hierbei von Johnny Depp (Ja, der Schauspieler) an der Slide-Gitarre. Zusätzlich spielt Kate Moss (Ja, das Model) Tamburin. Eine wahre Superstarkombo also.

Mein persönlicher Favorit ist die akustische Version. Also viel Spaß mit Fade Away. Ein Song über das Verblassen der Träume, die wir als Kinder hatten.

„While we’re living
The dreams we have as children fade away“

punkig und elektrisch von Liam:

akustisch und melancholisch von Noel:

4 Kommentare

  1. Thies sagt

    Bei mir war es „(What’s the Story) Morning Glory“…das Album prägte definitiv meine Jugend…Zeit es mal wieder morgen auf dem Weg zur Arbeit zu hören…

    • Ich hätte Oasis echt zu gerne in ihrer Hochzeit mal live gesehen. Leider bin ich dafür ein paar Jahre zu spät geboren. Und eine Reunion scheint ja auch nicht mehr zur Stande zu kommen.

  2. Noel hat mal gesagt, dass es ihr Ziel war die größte Band der Welt zu werden. Und es kommentiert mit:“Done“.
    Und so arrogant das daher kommt, muss man ihm doch recht geben. Oasis haben mich wohl mindestens genauso geprägt wie dich.
    Aber ich hoffe, dass eine Reunion ausbleibt. Das würde den gesamten Mythos und die schön herrlich tragische Trennung ( Die einfach zu ihnen gehört) zerstören.
    Noel kommt ja offensichtlich auch gut alleine klar!:)

    Lieben Gruß!

    • Ja, das stimmt schon irgendwie. Aber anderseits haben sie schon durch ihre letzten Alben auch an Mythos verloren. Wahrscheinlich hätte einer von den beiden Brüdern 1996 sterben müssen, damit sie auf einer Stufe mit den Beatles, den Doors oder Nirvana stehen. Auch wenn sie für mich persönlich eigentlich über allen stehen (außer vielleicht den Beatles). Aber ist schon schwierig. Eine Reunion kann auch komplett in die Hose gehen. Auch wenn Liam zur Zeit wieder in recht guter Verfassung zu sein scheint https://www.youtube.com/watch?v=hMrW3G8HS0Q

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