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Modest Mouse – Good Concerts Are Killing Me

Am 30.Juni war es soweit. Nach acht Jahren Wartezeit spielten Modest Mouse wieder in Berlin. Nachdem es 2007 noch der Postbahnhof war, sollte die Band aus dem Bundesstaat Washington diesmal im Huxleys auftreten. Doch relativ früh war klar, dass die Halle in Neukölln nicht ausreichen würde. So zog man ein paar Kilometer gen Westen in meine „geliebte“ Columbiahalle.

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Als Vorband hatte man das Nebenprojekt des Schlagzeugers Jeremiah Green im Gepäck – World Gang. Unter einer Alufolie eingepackt, präsentierte er zusammen mit seinem Partner Darrin Wiener (von Plastiq Phantom) einen Ambient-Elektro-Mischmasch. Irgendwie wurde die Zielgruppe des Konzerts damit nicht wirklich angesprochen und ich war auch nicht allzu enttäuscht als es dann vorbei war.

Sich vor einem Konzert die Setlist von den letzten Konzerten einer Band anzuschauen, ist ein bisschen so, wie in der Kindheit als man ein paar Wochen vor Weihnachten die Spannung nicht mehr aushalten konnte und heimlich an den Schrank mit den Geschenken gegangen ist. Beides bereut man hinterher. Ersteres habe ich gerade bei Modest Mouse wieder gemacht und war etwas enttäuscht als ich sah, dass sie gerade einmal zwölf Songs bei ihren letzten Auftritten gespielt haben.

Doch getäuscht. Modest Mouse fackelten ein wahres Feuerwerk ab. Ein deutlich schlanker gewordener Isaac Brock führte die Armada von drei Gitarren, zwei Schlagzeugen und mehreren anderen Instrumenten an. In seiner aufbrausenden Art nahm Isaac uns mit auf eine Reise durch das wütende Dance Hall, das nachdenkliche Bukowski, das tanzbare Dashboard und als Zugabe dann u.a. das melancholische The World at Large und den Superhit Float On. Der neueste Kracher Lampshade Of Fire (über den ich schon geschrieben habe) hat natürlich auch nicht gefehlt. Von allen sechs Alben wurde Songs gespielt. Insgesamt 20 an der Zahl. Allein in der Zugabe sechs. Zwischen den Songs war Mr. Brock immer wieder für ein Schwätzchen gut. So empfahl er einem paar ihren Sohn auf keinen Fall Isaac zu nennen, weil er ja schon so heißen würde. Das ging teilweise so weit, dass schon gerufen wurde, dass er doch einfach die Klappen halten solle. Das wurde dann auch gemacht und das Feuerwerk ging wieder los!

Amazing 👍 #modestmouse #columbiahalle #berlin #concert #concertphotography #livemusic #strangerstoourselves

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Manchmal ist etwas Pessimismus vielleicht doch ganz gut. Für mich war das Modest Mouse Konzert definitiv einer der besten Gigs des Jahres. Die Band hat einfach einen Sound, wie sonst keine andere auf diesen Planeten und gehören definitiv zu den Indiehelden schlechthin. Übrigens nachdem wir auf das aktuelle Album acht Jahre warten mussten, soll das nächste schon 2016 raus kommen. Mit keinem geringeren im Gepäck als Krist Novoselic. Ja, genau ihr hört richtig. Krist Novoselic. Der Bassist von Nirvana. Also dann nächstes Jahr, gleicher Ort, gleiche Zeit?!

„Bad news comes, don’t you worry even when it lands good news will work its way to all them plans.“

2 Kommentare

  1. Oh dear, da habe ich bei der nächsten Tour keine Wahl und muss hin. Habe nur positives über das Konzert gehört. Und der Kartenpreis war ja auch äußerst sympathisch. Haach, ärgerlich.

    • Irgendwann werden sie sicher noch mal nach Deutschland kommen. Vielleicht ja schon mit dem nächsten Album. Der Preis hat mich auch echt verwundert. Wenn man überlegt, dass selbst die Kaiser Chiefs fast 40 Euro nehmen.

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